Hi, ich bin Boris. 44 Jahre. Vom belächelten ADHS-Klassenkasper zum Gefangenen im eigenen, 120kg schweren Körper. Bis der Neustart meines Herzens auf der Intensivstation mich zwang, die Biologie zu verstehen. Dies ist die ungeschönte Geschichte, wie Stay Chewy mein Leben rettete.
Es begann schon beim ersten Atemzug: Nabelschnur um den Hals, Sauerstoffmangel. Mit 5 Jahren folgte die Diagnose Morbus Perthes (Durchblutungsstörung der Hüfte). Ein halbes Jahr in einer starren Beinschiene. Ein Segen, dass ich an einen Spezialisten geriet, sonst hätte ich heute eine künstliche Hüfte. Aber zeitgleich kam der Verdacht auf Hirnhautentzündung – und damit wochenlange, aggressive Antibiotika-Therapien.
Diese Antibiotika zerstörten mein kindliches Mikrobiom. Gepaart mit meinem extrem schnellen Schlingen von Nahrung (ohne zu kauen) war der Grundstein für ein Leben im Übergewicht gelegt.
In der Schule zeigte sich dann mein eigentliches Wesen, das damals niemand verstand: Ich war immer „zu viel“. Ständig aufstehen, dazwischenreden, schnippsen, laut sein. Ich konnte schlichtweg nicht warten. Es war keine böse Absicht, sondern ein extrem wissbegieriges, getriebenes Gehirn (ADHS), das in einer starren, langsamen Schulumgebung schlichtweg kaputtging. Ich rutschte mit mittelmäßigen Noten durch, war der Klassenkasper, der ständige Störfaktor. Das macht etwas mit einem Kind. Man verinnerlicht das Gefühl, grundlegend falsch zu sein.
Wenn man heute über Ernährung spricht, klingt das oft lapidar. 'Ein bisschen abnehmen'. Aber für mich war es kein Lifestyle-Problem. Mein Gewicht pendelte sich bei 110 bis 120 kg ein. Ich bestand förmlich aus Fleisch, kohlenhydratreichen Beilagen und Null Bewegung. Mein Körper reagierte darauf mit unfassbarem Schwitzen. Sommer wie Winter, ständig war ich nass.
Als Teenager ist das kein 'Problemchen', es ist ein emotionales Gefängnis. Die Erniedrigung vor den Mädels. Das ständige Ausbleiben von Freundinnen. Das tiefsitzende Gefühl, wegen des Dickseins und Schwitzens ein Ausgestoßener zu sein. Ich verfiel in eine komplette Ziellosigkeit. Ich lebte mehr in den Tag hinein, als irgendwelche Ambitionen zu verfolgen. Ich hatte schlichtweg keine Chance, ein normales Leben zu führen, weil ich mich unbewusst jeden Tag selbst vergiftete.
Das Blatt schien sich zu wenden. Die erste echte Beziehung. Heirat. Ich wurde Schreinermeister, Innungssieger, stieg auf zum Produkt-Manager für Millionen-Budgets. Von außen sah es aus, als hätte ich das System durchgespielt. Haus, Kind, Hund, Firma. Wir schufen uns alles an.
Doch das Innere schuf das Äußere. Und das Innere war zerfressen von Brain-Fog, Pech und schlechten Timing-Entscheidungen. Wir fingen Dinge oft zu unpassenden Zeiten an – nicht aus Dummheit, sondern aus purem Nebel im Kopf. Wenn man nur 5 Meter weit sieht, kann man auch nur 5 Meter weit denken. Egal, ob man sich einredet, man hätte den 500-Meter-Blick. Ich war getrieben von der neurodivergenten Panik, immer mehr und schneller ans Ziel kommen zu müssen. Der innere Zwiespalt zwischen Pflichtbewusstsein als Vater und dem Chaos in meinem Gehirn riss mich langsam in Stücke.
Der Körper erträgt den Verrat an der Biologie lange, aber nicht ewig. Im Sommer 2023 kam die Quittung. Schwere Herzrhythmusstörungen. Ich landete im Krankenhaus. Es folgte eine Kardioversion – mein Herz wurde buchstäblich per Stromschlag neugestartet.
Dieses Gefühl der absoluten Hilflosigkeit, an Schläuche auf der Intensivstation gekettet zu sein, während die zentrale Pumpe deines Lebens aus dem Takt gerät... das bricht dich. Aber dieser externe Reset des Herzens bewirkte einen innerlichen Neustart. Es dauerte seine Zeit, aber die Angst öffnete eine Tür in meinem Kopf, die vorher verschlossen war. Die Arroganz der Unverwundbarkeit war weg.
Diese Tür öffnete den Weg für Supplemente. Als ich anfing, gezielt Cholin zu mir zu nehmen, wurde die Sichtachse langsam weiter als 5 Meter. Und dann, im Januar 2025, geschah es: Ich beschäftigte mich mit angewandter Biologie und fing an, richtig zu kauen. Alles war vorbereitet, jetzt flutschte es ineinander.
Die Ergebnisse waren brachial. Über 40kg fielen ab. Meine Verdauung reparierte sich. Der lebenslange Brain-Fog riss auf. Mit der parallel stattfindenden, offiziellen ADHS-Diagnose verstand ich endlich die Mechanik meines Systems. Ich war zum ersten Mal in meinem Leben der Pilot meines Körpers, nicht mehr sein Gefangener.
Aber Heilung kommt oft zu spät für das, was bereits zerbrochen ist. Die multisektrale, neurodivergente Überforderung über Jahrzehnte hinweg hatte die Risse in meiner romantischen Liebe zu tief werden lassen. 2026 folgte die Trennung. Die tiefe, harte Erkenntnis: Ich passe mit meinem Gehirn nicht in die klassischen Systeme dieser Welt.
Ich bin unendlich dankbar, dass ich noch lebe. Und genau deshalb habe ich Stay Chewy ins Leben gerufen.
Um anderen den Ausweg zu zeigen, den ich so spät gefunden habe. Um ein System zu bauen, das uns aufnimmt, wenn die Welt uns abstößt.
Unser internes Betriebssystem und unser Versprechen nach außen. Radikal ehrlich.
Männer und Frauen ticken hormonell anders. Gesundheit ist kein Unisex-Produkt.
Keine unrealistischen Höchstwerte. Wir steuern das System auf das Wohlfühl-Optimum.
Keine Scham für Schwitzen, Gewicht oder ADHS. Wir sprechen es aus.
Der Körper ist ein Netz. Entlaste den Darm, um das Gehirn zu heilen.
Wir hungern nicht, wir tauschen aus. Clevere Baustoffe statt Verbote.
Das WIE entscheidet über das WAS. Wer nicht kaut, kann nicht heilen.
Technologie und Supplemente schlagen unrealistische Natur-Dogmen.
Emotionale Bindung und Intimität als Medizin für das Nervensystem.
Dein Ghost Profile bleibt bei dir. Keine Werbung, kein Datenverkauf.
Hilfe zur Selbsthilfe. Werde zum Leuchtturm für dein Umfeld.
Das Wissen ist da, aber der Alltag ist zu laut. Aus der Erkenntnis, nicht in bestehende Systeme zu passen, entstand die Stay Chewy Tech UG. Wir bauen die Software (SCDA-Engine), die dir als digitaler Assistent das anstrengende Gesundheits-Denken abnimmt und eine 360° Lebensberatung im Hintergrund durchführt.
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